Beschrijving

Das Werk setzt sich mit dem ästhetischen Denken Søren Kierkegaards auseinander und beleuchtet, wie dieser Philosoph die Vorstellung vom „Ästhetischen“ konstruiert hat: nicht als bloße Stufe im Lebenslauf, sondern als existentiale Existenzweise, in der Subjektivität, Kunst und Leben eng verknüpft sind. Adorno zeigt auf, wie Kierkegaard’s Konzept von Ästhetik einen Übergang markiert — weg von formalem Kunstbegriff hin zu einer existenziellen Verfasstheit der Erfahrung.

Im Mittelteil analysiert Adorno u. a., wie das Ästhetische bei Kierkegaard Spannung erzeugt: zwischen Leidenschaft und Desinteresse, zwischen Leben als Spiel und Leben als Ernst, zwischen Kunst und ethischem Anspruch. Er untersucht das ästhetische Stadium, das im Gegensatz zum ethischen und religiösen Stadium steht, und fragt nach den Bedingungen einer radikalen ästhetischen Existenz sowie nach deren Grenzen, insbesondere wenn sie in Untätigkeit oder Resignation umschlägt.

Dieses Buch richtet sich vor allem an Leserinnen und Leser mit Interesse an Philosophie, Ästhetik und Existenzanalyse. Es liefert keine populäre Einführung, sondern eine dichte, anspruchsvolle Interpretation, die sowohl Kierkegaard-Kenner als auch kritische Theoretiker anspricht — und verdeutlicht, wie Adorno die Ästhetik als Schlüssel zu Verständnis von Gesellschaft, Kunst und Subjektivität auffasst.